Steckbrief
Horizont Handwerk
Das Projekt ist im Februar 2026 gestartet.
Thomas Gebhardt
Handwerkskammer Region Stuttgart
Berater für Innovation und Technologie
Schwerpunkt Digitalisierung
Ausgangslage und Motivation
Viele Handwerksbetriebe stehen unter zunehmendem Druck, ihre zentralen Wissensbestände zu sichern – besonders in Übergabe- und Nachfolgeprozessen. Wenn erfahrene Fach- und Führungskräfte oder Experten ausscheiden, ein Generationenwechsel ansteht oder Verantwortung übergeben wird, drohen kritische Wissensverluste. Gleichzeitig steigt die Prozesskomplexität durch die zunehmende Digitalisierung und traditionelle Parallelstrukturen. Im Tagesgeschäft fehlen jedoch die Zeit und das Methodenwissen für eine systematische Wissensdokumentation. Die Folgen sind unter anderem verlängerte oder unvollständige Einarbeitungen, veraltete oder inkonsistente Informationen, Doppelarbeiten sowie Informationsbrüche zwischen Büro und Produktion. All dies hat spürbare Auswirkungen auf Qualität, Termintreue und Wirtschaftlichkeit.
Das Projekt „WImKI” Wissensmanagement mit KI zielt darauf ab, implizites (Erfahrung) und explizites (Fakten) Wissen in Handwerksbetrieben strategisch zu sichern, zu strukturieren und aufzubereiten. Da Wissensmanagement grundsätzlich gewerke- und branchenunabhängig ist, fördert der Austausch über Gewerkegrenzen hinweg optimierte Lösungen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Wissensweitergabe im Rahmen von Nachfolge- und Übergabeprozessen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Aufbereitung von Fach- und Expertenwissen und der Bereitstellung im Betrieb.
Was sind die Kernthemen?
- Wissen sichern, besonders implizites Wissen
- Implizites Wissen ist „Erfahrungswissen“, bei dem man etwas tun oder beherrschen kann, ohne genau in Worte fassen zu können, wie oder warum es funktioniert.
- Explizites Wissen ist versprachlichtes Regel- und Faktenwissen, also etwa Anleitungen, Vorschriften und Dokumentationen
- Strukturieren von implizitem und explizitem erfasstem Wissen
- Wissen ordnen, kategorisieren und zur Verfügung stellen.
- Oft wird auch ein geschützter Raum genutzt, da sensible Informationen und Betriebsinterna enthalten sein können.
- Altes Wissen aussortieren oder durch neues Ersetzen
- Aufbereitung
- Zugang zum gesamten Wissen über verschiedene Wege herstellen, z.B. Chatbot, Intranet oder Apps
- Erarbeitung und Bereitstellung eines Transferleitfadens
- Wissen sichern, besonders implizites Wissen
Zeitplan:
- Projektstart: Februar 2026
- Meilensteine:
- Kick-off-Workshop
- Ist-Analyse je Betrieb
- Konzeptworkshop
- Umsetzungsphase 1
- Umsetzungsworkshop 1
- Umsetzungsphase 2
- Umsetzungsworkshop 2 (online)
- Abschlussevent
- Transferphase
- Übergreifend: Bereitstellung eines Leitfadens, (Checklisten, Prozessbeschreibungen, Erfahrungsberichte)
- Abschluss des Projekts: Herbst 2026
Infomaterial:
Weitere Informationen sowie einen ausführlichen Leitfaden können Sie nach Abschluss der Werkstatt hier herunterladen.