Fit werden für die KI-Benutzung

Ein Lagerarbeiter in einer gelben Sicherheitsweste benutzt ein Tablet-Gerät, möglicherweise für die KI-Benutzung, umgeben von hohen Regalen, die mit Kisten und Paketen gestapelt sind.

KI ist in aller Munde, auch im Handwerk. Doch sobald man sich eine erste Orientierung über Vorgaben, Apps und Anwendungsmöglichkeiten verschafft hat, wird schnell klar: Die KI ist kein Allheilmittel.
Eine beliebige KI-Anwendung anzuschaffen, die den eigenen Betrieb „auf Knopfdruck“ effizienter, kreativer und voll automatisiert macht, ist illusorisch.

Im Gegenteil:
Oftmals fehlt die Basis an gut gepflegten Unternehmensdaten, um Assistenz- oder Wissensmanagementsysteme aufzusetzen, oder an klar definierten Prozessen, die automatisiert werden könnten. 

Diese Vorarbeit, um „KI-ready“ zu sein, kostet Zeit und Ressourcen, die Betriebe oftmals nicht haben. Nur weil für einen Betrieb ein umfassender Organisationsentwicklungsprozess aufgrund fehlender Ressourcen nicht infrage kommt, soll und darf daran die Auseinandersetzung mit KI jedoch nicht scheitern. 

Um Betriebe dabei zu unterstützen, das Potenzial von KI zu nutzen, wird also ein Angebot auch für diejenigen Betriebe mit noch geringer „KI-Readiness“ benötigt. 

HANDWERK BW und neun weitere baden-württembergische Handwerksorganisationen haben zu diesem Zweck über Horizont Handwerk eine Förderung für die Studie „KI-ready ohne KI-Readiness“ erhalten. Mit dem Handwerksforschungsinstitut itb – Institut für Betriebsführung im Handwerk aus Karlsruhe und mehreren Handwerksbetrieben wird eine Handreichung erarbeitet. Diese hat den Charakter eines Praxisleitfadens und unterstützt ab Herbst 2026 die Beratungspersonen dabei, Handwerksbetriebe für den Einsatz von KI zu sensibilisieren und zu befähigen, auch dann, wenn diese (noch) keine umfassende digitale Infrastruktur besitzen.

Die operative Arbeit am Projekt startet im März 2026. Es zeigt, wie bedarfsgerecht und passgenau Horizont Handwerk wirken kann: Der Bedarf wurde direkt aus Gesprächen mit Betrieben klar. Dank der Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus BW kann hier nun Fachexpertise finanziert werden, die bei der Erarbeitung einer Maßnahme unterstützt. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzen dann dem gesamten Handwerk in Baden-Württemberg.

Ein lächelnder Mann mit kurzem Bart und kurz geschnittenem Haar trägt ein hellblaues Hemd mit Knöpfen. Er steht mit den Händen an den Seiten vor einem unscharfen, hellen Hintergrund.

Digitalisierung

Raphael Wohlfahrt

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